Für ein paar Tage den Puls des Sommerlagers gefühlt

Stefan Tschudi, Diakon

«Erträgst du diesen Lärm?» bin ich beim Essen gefragt worden. Am Lärm beim Mittagessen hat sich nichts geändert. Das war vor fünfzig Jahren auch schon so. Doch das ist entscheidend noch nicht das Sommerlager der Erneuerung.

Als Diakon bin ich zur Mitarbeit im Sommerlager angefragt worden. Hier drei meiner vielen, guten Eindrücke:

Ich habe in diesen paar Tagen einen guten Lagergeist wahrgenommen. Das hat mich selbst begeistert. Vieles trifft man zwar in anderen Lagern auch an: Fussball, Olympiade – seltener ein so durchdachtes Strategiespiel. Doch in diesem Lager gab es noch mehr. Das Thema: Willkommen zuhause – jetzt wird gefeiert (die Rückkehr des jüngeren Sohnes zum Vater) ist der Hintergrund des Lagerlebens gewesen. So ist der Glaube Teil des Alltags geworden. Und ich habe gestaunt: «Der schönste Raum des Lagerhauses ist die Kapelle mit dem Allerheiligsten. Gott hat den besten Platz. Da trifft man sich zum Morgenlob. Es braucht keine Polizisten. Alle kommen in Ruhe und setzen sich hin. Der Start in den Tag kann beginnen.»

Das Lager ist verantwortungsvoll geführt worden. Ein Ausdruck dafür ist die grosse Wanderung. Mit dem grossen Leiterteam ist eine optimale Betreuung der Kinder auf dem Weg zum Eggishorn möglich geworden. So konnten alle den unvergesslichen Anblick des Aletschgletschers geniessen. Ein spezieller Blick in die Schöpfung!

Der Lobpreis- und Segnungsabend hat mich sehr beeindruckt: Da kommen junge Menschen zusammen. Sie loben Gott, sie beten an, sie vertrauen einander ihre Anliegen an und beten füreinander. Da ist die Nächstenliebe greifbar. Da wird der Not des Lebens in die Augen geschaut und konkret Anteil genommen. Nach dem gemeinsamen Abend ist nicht Aufbruch und fertig. Es geht in Stille vor dem Allerheiligsten weiter bis sich die Letzten um ein Uhr ins Zimmer begeben – und die Leiter übernehmen die Anbetung bis am Morgen. Auch lassen sich einige im Sakrament mit Gott neu Versöhnung schenken.

Ich danke allen, die mit Johanna dieses Lager geplant und durchgeführt und so diese Woche zu einer Zeit der guten Verbindung von Leben und Glauben im Alltag verwirklicht haben. Der Gnadenstrom des Heiligen Geistes ist in dieser Woche wirklich angekommen und hat die Herzen erneuert!

KILA20 – Lager-Puls (Stefan Tschudi)

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